Zwischen Wunsch und Wirklichkeit: Office 365 im Browser

03-07-2017

Heute gibt es fast kein Gespräch über Office, in dem nicht der mysteriöse Begriff „Office 365“ fällt. Die Frage, die heftig diskutiert wird, ist nicht ob, sondern wann wir alle nur noch online im Browser mit den Office-Produkten arbeiten. Dabei muss man den Begriff „Office 365“ zuerst einmal kurz einordnen: Office 365 beschreibt nämlich lediglich ein Lizenzmodell von Microsoft und besteht in aller Regel aus der aktuellsten Office-Version für den Rechner (Stand heute ist das Office 2016) sowie einem Online-Zugriff auf diverse Online-Produkte von Microsoft inkl. PowerPoint, Excel, Word und Outlook im Browser.

Spannend ist dabei die Frage, wie lange wir noch mit herkömmlichen lokalen Office-Installationen arbeiten ehe wir alle nur noch im Browser an Office-Dokumenten arbeiten werden. Um diese Frage zu beantworten, reicht ein Blick auf den aktuellen Funktionsumfang der Browser-Variante von Office: Präsentationen unterstützen dort keine Diagramme, Excel-Sheets keine Makros und Word-Dokumente keine Inhaltsverzeichnisse. Und darüber hinaus klagen gemäß einer Studie fast 70% aller Nutzer über Performance-Probleme bei der Nutzung im Unternehmen.

Es wird also schnell klar, dass heute noch kein Unternehmen auf die lokalen Office-Installationen verzichten kann, will man produktiv mit Office arbeiten. Entscheidend wird also sein, wie schnell Microsoft die Online-Varianten nachrüstet, um den normalen Funktionsumfang von Office auf allen Plattformen bereitzustellen. Zusätzlich müssen Unternehmen Ihre Internet-Bandbreiten deutlich erhöhen, um das Arbeiten in der Cloud für die Nutzer so angenehm wie möglich zu machen. Denn nur, wenn die Anwendungen im Browser genau so schnell wie lokal reagieren, wird die Akzeptanz der Nutzer für einen Umstieg da sein.

Unsere Einschätzung: Wir glauben, dass Office Online frühestens in 3 bis 5 Jahren soweit sein wird, dass Unternehmen zumindest teilweise auf lokale Office-Installationen verzichten können.